Segeln - oder wie alles begann
erste Erfahrungen eines älteren Semsters

 

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Damals

Schon oft hatten wir darüber gesprochen - Segeln zu lernen!

Schon in der Jugend beobachtete ich oft in Bremen-Nord das Treiben in den Segelclubs an der Lesum. Hier kam erstmals der Wunsch auf, eines Tages selbst zu Segeln. Später, mit 28 Jahren ergab sich in Griechenland eine erste Gelegenheit dazu. Im Hafen von Naxos fragte ich solange bei Seglern nach, bis mich ein älteres Ehepaar auf ihrem Boot mit nach Amorgos nahmen. Während des Törns erzählte das Paar, dass sie erst mit 58 Jahren das Segeln erlernt und mit 60 Jahren ihr Boot in Griechenland gekauft hätten. Seidem seien sie schon seit drei Jahren im Mittelmeer unterwegs. Dieses Erlebnis ist mir nie wieder aus dem Sinn gegangen.

Maria hatte bereits aus den USA während ihres Studiums mehrfach die Gelegenheit, über den studentischen Segelclub ausgedehte Törns durch die Delaware Bay und Chesapeake Bay zu unternehmen.

Es war viele Jahre später, 1992 in Griechenland, als wir zum ersten mal gemeinsam und seglerisch unerfahren ein Segelboot zusammen mit unseren beiden, damals noch jungen Söhnen bestiegen. Wir hatten uns für einen Tag auf der Ostseite Insel Lefkas eine kleine Schwertjolle gemietet. Die ersten drei Stunden waren ausgesprochen heiss und langweilig, da wir kaum Wind hatten. Erst am späteren Nachmittag brieste es mächtig auf. Den Kindern und uns legten wir Schwimmwesten an und hatten mächtig Spass , auf einem Halbwindkurs Wende um Wende zu fahren. Auf dem Rückweg gerieten wir auf Vorwindkurs zum Strand: Der Baum rauschte über , die Jolle neigte sich rasend rasch über und ich als Skipper ging zuerst über Bord - Patenthalse! Sekunden später schwamm die gesamte Familie im Wasser - drumherum die Handtücher und diverse Birkenstocksandalen. Der Schock war gross, doch wir sammelten unsere Kinder ein und hielten uns am Rumpf fest. Ein vorbeikommender Surfer half uns, das Boot, welches mittlerweile kieloben schwamm, wieder aufzurichten. Inzwischen erreichte uns auch der Bootsverleiher mit seinem Motorboot und holte uns an den Strand. Mit einem Grinsen nahm er die nassen Geldscheine für die Miete entgegen. Zum Glück ist keinem von uns etwas passiert - aber unsere Kinder wollten vorerst nie mehr mit uns Segeln gehen - und wir schworen uns, erst wieder auf´s Wasser zrückzukehren, wenn wir es Segeln gelernt haben.


Knotenkunde ...


heisst ...


üben!


Yachtschule


Forggensee

2000 / 2001

Über Weihnachten fiel der Entschluss, in 2001 mit 49 und 42 Jahren das Segeln zu lernen. Wir meldeten uns beide bei der Forggensee Yachtschule zu einem Segelkurs mit SBS an. Schon lange hatten wir beide keine Schüler-Position inne gehabt und so war es für uns eine alte/neue Erfahrung, uns gemeinsam den Stoff zu erarbeiten, Knoten in der Küche am Stuhl zu üben, die Theorie zu büffeln und uns gegenseitig abzufragen. Während der ersten Praxisstunden bestanden wir darauf, in Gedanken an unsere Patenthalse in Griechenland, auf einem nicht so agilen Boot unsere ersten Erfahrungen zu sammeln So landeten wir auf einem Flying Cruiser.

Doch schon nach einigen Tagen hatten wir genug von "gelb, breit und behäbig". Die Dias, auf die wir wechselten, war da schon was anderes. Am Ende des Kurses hatten wir das Gefühl, die grundlegenden Kenntnisse verinnerlicht zu haben. Nach bestandener Prüfung mieteten wir des öfteren an den Wochenenden Dias und Kielzugvogel vertieften so unsere ersten Erfahrungen.

Im Sommer lud uns ein Freund zu einem Schlag mit seinem H-Boot auf dem Bodensee ein. Leider war Maria verhindert. Bei Windstärke 6 mit Böen um 7 waren kaum Boote draussen. Mein Freund, ein erfahrener Segler, zeigte, wie bei Starkwind das Rigg getrimmt wird und welche Möglichkeiten hierbei der Segler hat. Mülmig wurde am Törnende, denn ohne Sicherungsleine und Seereling musste bei Wellengang die Fock geborgen werden.

Leider ging der Sommer wiel zu schnell vorbei ...

Doch für 2002 war die Fortsetzung mit dem Erwerb des SKS schon beschlossen.


Thomas


Bodensee


Lutz