Wismar - Timmendorf - Rerik - Burgstaaken - Nysted - Lemkenhafen - Maasholm -
Laboe - Heiligenhafen - Grossenbrode - Kirchdorf - Wissmar

12.08. - 31.08.2006
293 sm auf der "forget me not" (Shark 24 - 1712)

Interaktive Karte

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Donnserstag, 11.8.2005
Kaufbeuren -
Wismar

Spannung pur vor dem ersten Törn mit unserem eigenen Boot. Am gestrigen Abend sind wir erst gegen 19 Uhr losgekommen. Die Vorbereitungen hatten doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als erwartet. Doch dafür war die Fahrt bis zum Rasthof Fläming kurz vor Berlin problemlos. Es ist aber ein eigenartiges Gefühl, auf der dreispurigen Autobahn vor Berlin von lauter LKW eingekreist zu sein.
Den Rasthof Fläming vor den Toren Berlins erreichten wir erst um 2 Uhr in der früh. Trailer aufbocken, ein kleiner Nachtimbiss im Rasthof und dann in die Koje. Doch vor lauter Aufregung sowie an- und abfahrenden LKW um uns herum war an Schlaf nicht viel zu denken.
Nach einen bombastischen Frühstück in Fläming (sehr empfehlenswert und preiswert) ging es an Berlin vorbei Richtung Rostock und später über die Dörfer weiter nach Wismar, einer sehr sehenswerten Stadt mit anheimelnden Stadtbild und guten Restaurants. Im Alten Wismarer Stadthafen lag die kurz vor der Fertigstellung stehende "Poeler Kogge". Leider waren wir zu spät dran für eine Besichtigung.
Ausgesucht hatten wir uns den Sportbootservice Westhafen mit seinem 30t-Kran. Der Service war ok, die Duschen und Toiletten sauber und die Liegegebühren moderat. Einzig die Krangebühren waren deftig.
Infos Wismar


Ankunft Wismar

Lutz Tokumaru Barth
Wismar-"Poeler Kogge"

Wismar Hafen
Hafen Wismar

Freitag, 12.8.2005
Wismar

Das Einkranen, Maststellen und Segelanschlagen erfolgte gegen Mittag. Zu unserer Sicherheit bei Starkwind verschraubten wir noch eine neue Einpickplatte im Cockpitboden, die uns dankenswerter Weise unser Nachbar zu Hause hergestellt hatte. Das Einpicken der Sicherheitsleinen an der Fußreeling erforderte bei jedem Wechsel auf den anderen Bug ein Versetzen derselben. So, unser Kalkül, brauchen wir die Leine nicht mehr versetzen und können im schlimmsten Fall auch nicht außenbords geschleudert werden. Neu justieren mussten wir unser auf 700 Höhenmeter (Allgäu) eingestelltes Barometer.
Nach Abschluss aller Arbeiten hatten wir nun Zeit für einen längeren Stadtbummel durch die Altstadt von Wismar, die seit 2002 auch zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. In der Vergangenheit von Wismar hinterließ besonders die "Schwedenzeit" (ca. 200-jährige Besetzung der Stadt durch die Schweden) einen starken Einfluss auf Architektur und Stil der Hansestadt. Davon zeugen auch die Schwedenköpfe in der Hafeneinfahrt. Das Markenzeichen der Stadt sind seine vier wunderschönen Kirchen.

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Kranen 30:1 t


Einpick-Platte

Samstag, 13.8.2005
Wismar -
Timmendorf (Poel)

8 sm

Tag der "Anfängerfehler" - W 5-6 später abnehmend 2-3 und Welle bis 1,5 m ... so der Wetterbericht.
Wir beschlossen deshalb am ersten Segeltag im gebührenden Abstand die Halbinsel Poel zu umrunden und durch das Salzhaff nach Rerik zu laufen. Anfangs ging alles gut. Ablegen um 13 Uhr mit Groß und Arbeitsfock. Der Motor blieb stumm und stolz verließen wir den Hafen unter Segel - ein Stolz, der sich rächen sollte. Nach dem Verlassen des Wismar-Fahrwassers kreuzten wir weiter an der Küste der Insel Poel entlang bis kurz vor Timmendorf.

Als wir die Landabdeckung verlassen hatten, nahmen Wind und Welle rasch zu und wir beschlossen, zu reffen. Nachdem wir das Boot in den Wind gedreht hatten, verhakte sich das Groß beim Bergen, das Boot drehte weiter und der Wind erfasste die Fock und das Groß. Um den Druck zu reduzieren, warfen wir die Fock los, und die Schot rauschte aus - Achtknoten vergessen!Beide Segel unklar und in Legerwall.

Wind und Welle trieben unsere "forget me not" rasch auf die Küste zu. "Motor an!" - doch der Zündschlüssel lag noch in der Kajüte (denn wir waren ja stolz unter Segel ausgelaufen). Stolpernd in die Kajüte, Zündschlüssel zum Glück rasch gefunden, zurück, Motor abgesenkt, Zündschlüssel gedreht - nichts! Batterieschalter steht noch auf aus. Mittlerweile war das Ufer schon bedrohlich nahe und der Kiel hatte eine erste Grundberührung.

Da entdeckte Lutz zwei Eisenstangen, die nur wenige Meter entfernt aus dem Wasser ragten. In voller Montur sprang er über Bord und hielt das Boot - eine Hand an der Eisenstange, die zweite an der Badeleiter - auf der Stelle. Die Eisenstange hatte uns vor der Strandung gerettet.
Maria hatte jetzt den Batterieschalter umgelegt, den Motor gestartet und unter Volldampf das Boot rückwärts wieder ins tiefere Wasser gezogen.

Welle um Welle stieg über das Heck ins Cockpit, zumal Lutz noch auf der Badeleiter stand. Jetzt unter Motor und gegen den Wind war es ein Leichtes, das Groß ganz zu bergen und auch die Fock wieder einzufangen. Völlig durchnässt beschlossen wir, Timmendorf anzulaufen. Zum Glück hatten wir das untere Steckschot eingeschoben, so dass die Kajüte trocken geblieben ist. Nach dem Wechsel der Klamotten gab es erst einmal eine heiße Suppe und eine Entscheidung: nie wieder so schlecht vorbereitet auszulaufen. Einer leichte Schramme im Gelcoat durch die Eisenstange und ein abgescherter Sicherungsstift am Ruderblatt waren glücklicherweise die einzigen Schäden.

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Schwedenkopf
Schwedenkopf -
Hafeneinfaht Wismar

 

Sonntag, 14.8.2005
Timmendorf -
Salzhaff -
Rerik

14 sm

Der gestrige Schock war am Morgen nach einem guten Frühstück einigermaßen überwunden, die durchnässten Klamotten waren, mit Süßwasser ausgespült, halbwegs trocken und der Südwind umwehte uns mit lockeren 2 bft.
Gegen 13 Uhr liefen wir bei bedecktem Himmel als eines der letzten Boote aus Timmendorf aus - nicht ohne zuvor unsere Achtknoten zu überprüfen, die Starterbatterie zuzuschalten, den Zündschlüssel startbereit im Zündschloss zu deponieren. Unter Motor liefen wir bis zur Ansteuerungstonne Timmendorf.
Vor dem Salzhaff fanden wir dann wieder richtig Spaß am Segeln und durchkreuzten bei SO-2-3 in immer kleiner werdenden Schlägen die Einfahrt zum Salzhaff. Bis Rerik hatten wir dann nur noch den Netzen auszuweichen. Liegeplätze an niedrigen Schwimmstegen waren ausreichend am Bootsanleger im Hafen vorhanden.
Rerik hat uns gefallen - ein ruhiger Ort trotz beachtlichen Übernachtungszahlen mit einigen guten Restaurants. Lohnenswert ist der Aufstieg zur Aussichtsplattform mit Sicht auf das Salzhaff auf der einen und der Ostsee auf der anderen Seite der schmalen Landzunge.
TIP: Autan und Mückennetz nicht vergessen!

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Zeesboot
Ostseeblick


Rerik

Montag, 15.8.2005
Rerik -
Burgstaaken / Femarn

39,5 sm

Unser erster großer Schlag mit der Shark stand uns heute bevor. Doch leider war der Wind sehr wechselhaft. Beim Ablegen um 8 Uhr gab es nur einen lauen O-1, so dass wir das Salzhaff unter Maschine verließen. Als wir die Wismarer Bucht erreichte, drehte der Wind auf N 2-3 und wir gingen an die Kreuz Richtung Burgstaaken. Auf halber Strecke und mitten im Fahrwasser Wismarweg kamen wir in dichte Nebelbänke bei gleichzeitig nachlassendem Wind. Es wurde unheimlich, nur noch eine Sicht von 30 Metern zu haben und nicht zu wissen, ob nicht gleich eines der vielen holzbeladenen Frachter, die Wismar anlaufen, auf uns zudampft. Obgleich wir regelmäßig Schallsignale abgaben waren wir nicht sicher, ob diese überhaupt auf der Brücke eines Frachters gehört werden würde. So holten wir die Segel ein und verließen so schnell wie möglich unter Motorkraft das Fahrwasser und später auch die Nebelbänke.
Die weitere Fahrt verlief bei N-1 sehr, sehr geruhsam. Nur für eine halbe Stunde frischte der Wind zwischendurch mal auf N-3 auf und bescherte uns ein bisschen Segelvergnügen.
Fehmarn wollte und wollte nicht näher rücken. Gegen 17 Uhr bargen wir dann vom schwachen Wind entnervt die Segel und fuhren bis zum Ziel Burgstarken (fest19 Uhr im alten Hafen) unter Motor. Vom Leuchtfeuer Burgstaaken geht es durch ein schmales, gut befeuertes Fahrwasser bis zum Fischereihafen. Außerhalb des Fahrwassers ist es sehr flach!
Burgstaaken ist kein "Vergnügungshafen" für Sportboote sondern ein betriebsamer Fischereihafen mit Werft. Wer Fisch mag, kann denselben entweder fangfrisch vom Schiff erstehen oder ihn im traditionellen Restaurant “Goldenen Anker” essen. Hier hatten wir unseren allerbesten Matjes, den wir je gegessen hatten.

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Prerow
Begegnung

Meinigenbrücke
Spiegelungen


Dienstag, 16.8.2005
Burgstaaken

Für Maria war ein neuer Übersetzungsauftrag hereingekommen und so blieben wir in Burgstaaken. Lutz trampte nach Burg, um den Tank aufzufüllen, da es im Hafen selbst nur Diesel gab. Da die Shark uns zu luvgierig erschien, versetzen wir den Mast nach Achtern. Danach kam die hakelnde Motorschaltung dran. Das Schaltpaneel im Cockpit wurde komplett auseinander genommen und alle Teile und Züge neu gefettet. Danach schaltete es sich wieder viel leichter.
Von der Qualität des "Goldenen Anker" angetan, verzichteten wir leichten Herzens auf unsere Bordküche und kehrten dort erneut ein.



Backskiste aufräumen

Mittwoch, 17.8.2005
Burgstaaken -
Nysted

34 sm

Noch ganz richtig hatten wir uns nicht an die Motorschaltung gewöhnt. Statt im Rückwärtsgang den Steg zu verlassen, brummten wir im Vorwärtsgang leicht gegen denselben. Es knirschte kurz und das Glas unserer Zweifarblaterne im Bug verschwand in Einzelteilen im Hafenwasser. Zum Glück gab es vor Ort gleich zwei Schiffsausrüster und nach einer halben Stund war der Schaden behoben.
So liefen wir erst um 10:30 Uhr aus Burgstaaken aus. Nach dem Verlassen der Fahrrinne setzen wir bei schwachem Wind unsere Segel und "kämpften" uns bis ins Flautengebiet an der Süd-Ost-Spitze von Fehmarn vor. Segel runter - Motor an und endgültig raus aus der Landabdeckung von Fehmarn.
Nach einer halben Stunde bekamen wir wieder genügend ab vom N-Wind und konnten bei N-2 am Wind auf Nysted auf der Insel Lolland anlegen. Ein herrlicher, sonniger Segeltag.
Der Hafen von Nysted mit seinen 50 Gastliegeplätzen war bereits bei unserer Ankunft um 18:45Uhr überfüllt. Die wenigen freien Plätze, die wir nach zwei Hafenrunden entdeckten, waren den Fischern vorbehalten. Ganz hinten im Hafen fanden wir jedoch einen freien Steg, an dem die kleine Barkasse des Hafenmeisters vertäut war. Vorsichtig unter Echolot tasteten wir uns zum Steg vor und hatten gerade noch 20 cm Wasser unter dem Kiel, als wir festmachten. Der Hafenmeister war sehr freundlich und hilfsbereit - half uns mit einem langen Stromkabel aus und wünschte uns guten Aufenthalt an seinem Steg.

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Altenhagen
Kurs Nysted


Nysted Nysted

forget me not
Nysted Hafen

Donnerstag, 18.8.2005
Freitag, 19.8.2005
Nysted

Da Maria weitere Aufträge erhalten hat blieben wir zwei weitere herrliche Sonnentage in dem kleinen, beschaulichen Nysted, einer der kleinsten dänischen Handelsstädte. Die Vergangenheit wird beim Anblick der wohlerhaltenen Häuser in den schmalen Straßen gegenwärtig. Vom Hafen aus hat man einen wundervollen Blick auf das Schloss Aalholm, erbaut um 1200. Die Stadt Nysted ist gegenüber vom Schloss entstanden und ursprünglich gehörten die Bürger der Stadt zum Schloss. Im Jahre 1409 bekamen sie einen Freibrief, als Erik von Pommern die Stadt Kaufstadtrechte gewährte. Das Stadtwappen zeigt natürlich eine Kogge. Ein Rundgang lohnt ebenso wie ein Besuch im Restaurant Røgeriet direkt auf der Hafenmole sowie der kleinen Ausstellung zum Windpark "Nysted Havmøllepark".
Neben der Hafenanlage gibt es eine kleine Wiese mit mehreren Grillplätzen. Fleisch, Grillkohle und Getränke findet man in einem der zwei gut sortierten Supermärkte. Für Freunde von Lakritze ein Tipp: "Flyers" - gefüllte Lakritzstangen kaufen.
Die Tage vergingen leider viel zu schnell ...

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Ahrenshop Ostseestrand
Aussicht

Samstag, 20.8.2005
Nysted -
Lemkenhafen

41 sm

Erneut ein schwachwindiger Tag. Nachdem wir das Fahrwasser Nysted hinter uns gelassen hatten, ging es bei einem SO 1-2 durch den Windpark vor der Küste.
Der Nysted Havmøllepark ging im September 2003 in Betrieb. Die 72 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 165.6 MW sind in einer Parallelogramm-Konfiguration mit 8 Reihen von je 9 Einheiten angeordnet. Der kürzeste Abstand zur Küste beträgt 10 km. Jeder Propellerflügel ist 40 m lang und jede Mühle ragt 70 m über den Meeresspiegel heraus. Das Segeln durch die Anlage ist erlaubt. Aufgrund der Seekabel auf dem Meeresboden besteht jedoch ein Ankerverbot, und aus Sicherheitsgründen ist das Anlegen bei den Turbinen oder der Transformatorenplattform untersagt. Eine Fahrrinne diagonal durch die Anlage von NO nach SW ist durch rot/grüne Markierungen gekennzeichnet. Der Offshore-Windpark Nysted ist, gemessen an der installierten Leistung, der weltweit größte Offshore-Windpark. Die Jahresproduktion entspricht dem Jahresverbrauch von 145.000 Haushalten.
Auf den Wetterbericht war kein Verlass. Statt des angekündigten SO-O 3-4 drehte der Wind gegen Mittag auf N und blieb dann für zwei Stunden fast ganz weg. Motor an. Erst am Nachmittag kam er mit O-3 zurück und so konnten wir um die SO-Spitze von Fehmarn herum durch den Fehmarnsund bis kurz vor Lemkenhafen durchsegeln.
Vor dem schmalen Fahrwasser von Lemkenhafen bargen wir die Segel. Bei der Einfahrt in den kleinen, engen Hafen wurde uns von der Hafenmeisterin wie anderen Booten auch, ein Platz per Zuruf zugewiesen.

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Havmøllepark
Havmøllepark

Havmøllepark
Havmøllepark


Havmøllepark


Ostseeweg

Sonntag, 21.8.2005
Lemkenhafen -
Maasholm

40.5 sm

Lemkenhafen war ok für einen Zwischenstopp - aber nicht mehr. Am späten Nachmittag brachen wir auf zu unserer ersten Nachtfahrt nach Maasholm. Das GPS hatten wir mit einigen Wegpunkten gefüttert, die uns um das Schießgebiet Todendorf / Putlos herumführen sollten. Wir freuten uns auf eine ruhige Nachtfahrt bei einem angekündigten NO 2-4. Doch kaum hatten wir vor Lemkenhafen die Segel gesetzt, verließ uns der Wind völlig. Die See zog sich spiegelglatt und mit der untergehenden Sonne verzogen sich bald auch die letzten Wolken.

Vollmond - Sterne und ein gedrosselt laufender Motor. Die Geschwindigkeit hatten wir so gewählt, dass wir mit Sonnenaufgang Maasholm erreichen werden. Alles war perfekt - bis auf den fehlenden Wind und die "falsch" stehenden Tonnen. Irgendetwas stimmte nicht - wir hielten doch genau Kurs. Bei der Überprüfung der GPS-Daten fanden wir dann den Fehler - ein Zahlendreher bei der Eingabe hatte unseren Kurs um 10 Grad verändert. Seitdem überprüfen wir gegenseitig die eingegebenen Daten im GPS.

Nun auf dem richtigen Kurs näherten wir uns dem Kiel-Ostsee-Weg, auf dem reger Betrieb herrschte. Wir hielten auf das Heck eines Kreuzfahrtschiffes, um dieses sicher zu passieren. Es war jedoch ein unheimliches Gefühl, wenn in 200 Meter Entfernung ein Koloss von Schiff an einem vorbei rauscht. Wir waren froh, den Schifffahrtsweg hinter uns zu lassen.

Auf unserem weiteren Weg bekamen wir zweifach Besuch von der Küstenwache, die wohl nachschauen wollten, wer mit gedrosselter Geschwindigkeit durch Schwärme von riesigen Quallen schippert. Kurz vor Massholm hielt erneut ein Schiff auf uns zu und stoppte in ca. 1sm Abstand. Es war äußerst unangenehm, die ganze Zeit beide Navigationslichter zu sehen und nicht zu wissen, ob der andere in Fahrt ist. Lutz nahm nach kurzer Weile unseren Suchscheinwerfer und leuchtete unseren Begleiter an. Der drehte daraufhin ab und zeigte nur noch Grün - blieb aber weiterhin in unserer Nähe bis wir in die Schleimündung einliefen. Mit Sonnenaufgang machten wir dann um 5:40 Uhr in Maasholm fest.


Kurs Maasholm


Maasholm

 

 

Montag, 22.8.2005
Maasholm

Hafentag. Ausgeschlafen. Später Spaziergang zum Naturerlebniszentrum Maasholm:1994 übernahm die Gemeinde Maasholm die Flugabwehr-Raketenstation Oehe. Gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Naturschutz und Tourismus wurde in der Folgezeit Informationszentrum rund um die Themen Schlei und Ostsee eingerichtet. Ein Stück weiter, liegt eines der schönsten deutschen Vogelschutzgebiete. Am Rande lohnt der Besuch der kleinen Vogelwarte mit seiner kleinen, aber sehr informativen Ausstellung zur Landschaft und den Vogelarten.

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Dienstag, 23.8.2005
Maasholm -
Laboe

21,5 sm

Zweifach haben wir heute vor dem Auslaufen (10:20 h)nach Laboe unsere Wegpunkteingaben im GPS überprüft. Nach dem Verlassen der Schleimündung kamen wir bei einem immer wieder wegbleibenden O-1-2 nur langsam voran. Auf Höhe der Süd-West-Tonne des militärischen Sperrgebietes vor der Schleimündung begegneten wir erstmals einer anderen Shark. Einhand war der Eigner aus Stade Richtung Heiligenhafen unterwegs. Noch zwei weitere Begegnungen, diesmal allerdings mit Schweinswalen, ließen den Schlag ein wenig abwechslungsreicher werden, denn ansonsten gab es nicht viel zu tun an Bord. Gegen 14:30 Uhr schlief der Wind mal wieder ein, sodass wir die letzte Stunde unter Motor in den Hafen von Laboe liefen. Die vielen Motorstunden der letzten Tage erforderten einen längeren Spaziergang zur nächstgelegenen Tankstelle (4 km).

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Shark 1151

Laboe
Laboe

Mittwoch, 24.8.2005
Laboe -
Heiligenhafen

41,5 sm

Endlich Wind. In der Nacht hatte der Wind SSW gedreht und frischte gegen Mittag auf 3 bft. auf. Kurzfristig entschlossen wir uns, doch noch heute nach Heiligenhafen zu segeln und warfen gegen Mittag die Leinen los.

Unsere Wegepunkte hatten wir um das Schießgebiet Todendorf / Putlos herum gesetzt. Kurz nach dem Passieren der zweiten Tonne des Sperrgebietes hielt ein Wachkreuzer der Marine auf uns zu und forderte uns auf, noch bis 15 Uhr weiter nördlich wegen des Schießbetriebes mit scharfer Munition auszuweichen.

Inzwischen hatte der Wind leicht abflauend auf Süd gedreht und auf einem gemütlichen Halbwindkurs hielten wir auf die Kardinaltonne Nord vor Heiligenhafen zu. Gegen 20 Uhr flaute der Wind ab und da wir keine Lust auf eine komplette Nachtfahrt bei 1-2 Knoten hatten, warfen wir gegen 20:40 den Motor an und bargen die Segel.

Mittlerweile wurde es stockdunkel. Das GPS zeigte die Kardinaltonne-Nord recht voraus an. Mit gedrosselter Geschwindigkeit und Maria mit Suchscheinwerfer am Bug tasteten wir uns vorsichtig an die unbeleuchtete Tonne heran. Wir waren schon beeindruckt, wie riesig diese Tonne in 20 Meter querab aus der Dunkelheit auftauchte. Danach war es keine Schwierigkeit mehr, der gut beleuchteten Einfahrt nach Heiligenhafen zu folgen. Vollkommen fasziniert von den vielen Lichtern vergaßen wir, die Festmacher und die Fender vorzubereiten. So mussten wir zwei kleine Hafenrunden vor den Dalben im Yachthafen einlegen.

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Heiligenhafen

Donnerstag, 25.8.2005
Freitag, 26.8.2005 Heiligenhafen

Hafentag. Erneute Übersetzungsaufträge. Zum Glück hat Heiligenhafen WLAN, sodass wir dieses mal nicht auf die Suche nach einem Internetcafe gehen mussten. Es blieb aber dennoch Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Ansonsten verging der Tag mit Lesen und einem DVD-Abend.
Am nächsten Vormittag nahmen wir den Bus zum Meerwasseraquarium in Burg auf Fehmarn mit einer herrlichen Aussicht von der Fehmarnsundbrücke auf die vielen Segler, die bei sehr gutem Wind den Sund durchquerten.

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Kofferfisch


Femarnsund

Samstag, 27.8.2005
Heiligenhafen -
Grossenbrode

16 sm

Für heute war nur ein kleiner Schlag nach Großenbrode vorgesehen. Da wir jedoch einen schönen SW 4-5 hatten, nutzen wir diesen und kreuzten mit viel Vergnügen noch eine Weile vor der Einfahrt Großenbrode.
Der Hafen von Großenbrode war sehr ruhig. Sollten wir noch einmal diese Ecke als Startpunkt für einen Törn wählen, würden wir hier einsetzen.

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Femarnsundbrücke

Sonntag, 28.8.2005
Grossenbrode -
Niendorf

32 sm

Endlich ein perfekter Segeltag - der erste auf unserem Törn. Bei halb bedecktem Himmel und einem SW 4-5 konnten wir gleich nach dem Verlassen von Großenbrode auf einem Amwindkurs direkt auf Wismar zuhalten. Nur unter Groß und der Arbeitsfock erreichten wir bei ca. 0,5 m Welle laut GPS und Logge eine V-Max von 7,4 Knoten. Vorbei an Dorsch-Angelbooten erreichten wir bereits nach viereinhalb Stunden die Tonne 22 vor Wismar. Doch leider hielt der Wind nicht durch. Schon beim Kurswechsel auf die Ansteuerungstonne des Kirchdorf-Fahrwassers flaute er merklich ab um dann eine Stunde später völlig weg zu bleiben.
So blieb uns nichts anderes übrig, als unter Motor nach Richtung Kirchdorf zu laufen, wo wir kurz nach 17 Uhr im benachbarten Hafen Niendorf festmachten.

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Grossenbrode

Niendorf
Niendorf

Montag, 29.8.2005
Niendorf

In Niendorf legten wir einen letzten Ruhetag vor unserer Heimreise ein. Neben einem kleinen Stadtbummel nutzten wir die Zeit zu einer gründlichen Durchlüftung des Bootes und Vorsortierung der Klamotten.

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Auslüften

Dienstag, 30.8.2005
Niendorf -
Wismar

5,5 sm

Ein letzter Schlag. Wir wollten unsere letzten Stunden auf diesem Törn auskosten und liefen nur unter Fock bei sehr schwachem Wind Richtung Wismar. Mittagessen und Kaffeepause erfolgten jedes Mal unter den Blicken der Ausflügler auf dem Ausflugsdampfer Wismar-Kirchdorf. Vorbei am Walfisch und den vielen Netzen schlichen wir uns mit schwerem Herzen in den Hafen Wismar zurück.

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Wismar Hafen
Hafen Wismar

Mittwoch, 31.8.2005
Wismar

Segel abschlagen, Mastlegen, Auskranen, Boot waschen und verzurren - so verging der Vormittag sehr rasch. Nach einem letzten Fischgericht am Alten Hafen von Wismar ging es dann zurück, mit erneuter Übernachtung in Fläming, nach Kaufbeuren. Ein nettes Bild gab unsere "forget me not" am Morgen neben dem Autotransporter voller neuer Porsche ab.

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Gegensätze